Zusatzzölle für Importe aus den USA werden ab 1. Mai gesenkt


Ab dem 1.Mai 2014 werden Zusatzzölle bei der Einfuhr in die EU für bestimmte Waren US-amerikanischen Ursprungs von derzeit 26% auf 0,35% gesenkt.

Grund für die Senkung ist der zurückgegangene Umfang der Vorteile im direkten Vergleich von 2012 zu 2013, die nicht voll oder gar nicht genutzt werden konnten. Zuletzt wurden jährliche Anpassungen durch Streichen oder Hinzufügen von Waren in der Liste im Anhang 1 in der Verordnung (EG) Nr. 673/2005 durchgeführt.

Folgende Waren sind betroffen:

  • Zuckermais (Zolltarifnummer 0710 40 00)
  • Kranwagen/Autokräne (Zolltarifnummer 8705 10 00)
  • Brillenfassungen aus unedlen Metallen (Zolltarifnummer 9003 19 30)
  • Lange Hosen für Frauen und Mädchen (Zolltarifnummer 6204 62 31)

Hintergrund ist das US-Gesetz über Ausgleichzahlungen für anhaltende Dumping- und Subventionspraktiken (kurz CDSOA=Continued Dumping and Subsidy Offset Act). Das Gesetz soll dafür sorgen, dass Antidumping- und Ausgleichzölle die in den USA erhoben werden, an Unternehmen weitergetragen werden, die entsprechende Antidumping- und Ausgleichzollverfahren unterstützt oder gar initiiert haben. Die WTO (World Trade Organisation) hat das Gesetz jedoch 2005 als nicht WTO-konform bewertet.

Mit der künftigen Senkung der Zusatzzölle soll eine jährliche Anpassung des Umfangs der Aussetzung von Zollzugeständnissen und somit eine Anpassung des Umfangs der durch den CDSOA zunichte gemachten oder geschmälerten Vorteile der Gemeinschaft, an die von der WTO im Jahre 2005 gemachten Vorgaben erfolgen.