Transport nach Russland unter Carnet TIR weiterhin möglich


In einer Mitteilung vom 26. Februar 2015 hat die International Road Transport Union (IRU) bekanntgegeben, dass das Carnet TIR-Verfahren mit Russland bis zum 30. Juni 2015 verlängert wird. Der Föderale Zolldienst der Russischen Föderation hatte der IRU zuvor bestätigt, dass die auslaufende Carnet TIR-Bürgschaftsvereinbarung mit dem russischen Garantieverband ASMAP bis zum 30. Juni 2015 verlängert wird. Damit stand der Verlängerung des Verfahrens nichts mehr im Weg.

 

Nationale Sicherheiten müssen weiterhin erbracht werden

Allerdings verlangt der Föderale Zolldienst der Russischen Föderation weiterhin die Erbringung nationaler Sicherheiten für Straßentransporte über russisches Territorium. Diese Forderung beruht auf der hohen Anzahl offener Zahlungsverpflichtungen seitens der ASMAP. Dennoch ist die Verlängerung des Carnet TIR-Verfahrens mit Russland eine gute Nachricht für Wirtschaftsbeteiligte: Warentransporte auf dem Straßenweg nach Russland unter Verwendung des Carnet TIR-Verfahrens bleiben möglich, sofern sie über Kasachstan oder Belarus (Mitglieder der Eurasischen Union) führen. Zudem haben Vertreter Russlands im Rahmen der Gespräche innerhalb der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) deutlich gemacht, dass Russland auch in Zukunft eine Rolle im Carnet TIR-Übereinkommen spielen möchte. Nichts desto trotz sollte die Lage genau beobachtet werden.

 

Informationsveranstaltung zu Carnet TIR in Russland

Über die Anwendung des Carnet-TIR Verfahrens in Russland und denkbare Alternativen informiert der Föderale Zolldienst der Russischen Föderation in einer Informationsveranstaltung am 24. März 2015. Der Leiter der obersten Russischen Zollbehörde wird die Teilnehmer über Perspektiven des Carnet TIR-Verfahrens in Russland aufklären und alternative Transportmöglichkeiten umreißen. Ein weiterer Themenschwerpunkt der Veranstaltung im Russischen Konsulat in Bonn bildet die Verwendung neuer Technologien zur Optimierung der Zollabfertigung in Russland.