Neue Zeugnis- und Untersuchungspflichten für die Einfuhr bestimmter Pflanzen, Pflanzenteile und pflanzlicher Produkte


Mit der Durchführungsrichtlinie 2014/78/EU der Kommission vom 17. Juni 2014 (Abl. Nr. L 283/23 vom 24. Juni 2014) ändert die EU die Anhänge I bis V der Richtlinie 2000/29/EG des Rates vom 8. Mai 2000 (Abl. L 169/1 vom 10. Juli 2000) um die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen über Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse zu verhindern. Den Anhängen werden weitere Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse beigefügt, für die bei der Einfuhr in die EU ein Pflanzengesundheitszeugnis vorzulegen ist und für die Untersuchungspflichten bestehen.

Gesundheitszeugnisse müssen bei der Einfuhr vorgelegt werden.

Die neugeregelten Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse werden in der Richtlinie 2014/78/EU abschließend unter Verweis auf ihre KN-Nummern und botanische Bezeichnung aufgeführt. Der Anhang V Teil B der Richtlinie 2000/29/EG beinhaltet Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse, für die bei der Einfuhr Zeugnis- und Untersuchungspflichten bestehen. In einigen Fällen bestehen die verschärften Kontrollpflichten jedoch nur hinsichtlich der Einfuhr der Waren aus bestimmten Drittländern. Die Waren sind bei ihrer Einfuhr über das PGZ-Online Verfahren anzumelden.

Neue phytosanitäre Einfuhrregelungen für Verpackungs- und Stauholz.

In Anhang IV Teil A Kapitel I der Richtlinie 2000/29/EG wird die phytosanitäre Einfuhr von Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen und anderer Gegenstände geregelt. Auch hier bestimmt die Richtlinie 2014/78/EU neue Regelungen, die vor allem Verpackungs- und Stauholz sowie weitere in der Richtlinie aufgeführte Pflanzen- und Holzarten betreffen. So werden beispielsweise die unterschiedlichen Regelungen zu Verpackungsholz in Gebrauch und Verpackungsholz als Ware vereinheitlicht: Nunmehr müssen beide Warenarten gemäß ISPM-15-Vorgaben behandelt und gekennzeichnet werden. Für Verpackungsholz muss daher kein Pflanzengesundheitszeugnis mehr vorgelegt werden.

Bestimmte Holzarten müssen im Drittland einem Behandlungsverfahren unterzogen werden.

Die in der Richtlinie 2014/78/EU aufgeführten neuen Holzarten wie Eibe und Birke müssen entsprechend der Vorgaben des Anhangs IV Teil A Kapitel I im Drittland bestimmten Behandlungsverfahren unterzogen werden. Neben der Hitzebehandlung und der Holztrocknung wird nun auch die Behandlung mittels ionisierender Bestrahlung akzeptiert. In einigen Fällen reicht sogar das Entfernen der Rinde oder der Nachweis, dass das Ursprungsland frei von bestimmten Schadorganismen ist.

Die neuen Regelungen gelten schon seit dem 1. Oktober 2014.

Porath Customs Agents behält die gesundheitskontrollrechtlichen Regelungen hinsichtlich der Einfuhr von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen für Sie im Blick. Wir übernehmen Ihre Einfuhranmeldung und stellen sicher, dass die notwendigen Zeugnisse und Untersuchungsnachweise vorgelegt werden. Sprechen Sie uns an!