Musiker bleiben zukünftig mit teuren Instrumenten nicht mehr beim Zoll hängen


In den letzten Jahren wurden immer wieder Fälle in der Presse veröffentlicht, in denen die zum Teil sehr wertvollen Musikinstrumente von Berufsmusikern bei der Einreise beschlagnahmt wurden. Einen der Aufsehen erregendsten Fälle verursachte der Zoll am Flughafen Frankfurt am Main, als die Star-Violinistin Yuzuko Horigome aus Tokio mit ihrer 1 Million Euro teuren Violine in der Passagierabfertigung hängen blieb. Knapp 190.000 € Einfuhrumsatzsteuer und noch einmal den gleichen Betrag musste sie als Strafe zahlen.

Die EU-Kommission hat jetzt mit der VO 1076/2013 eine Änderung der Zollkodex DVO erlassen, nach der Berufsmusiker wie Yuzuko Horigome ihre Musikinstrumente grundsätzliche ohne Erhebung von Eingangsabgaben in die EU einführen können. Hierfür muss das Musikinstrument persönlich mitgeführt werden, und es müssen die Voraussetzungen des Art. 236 A ZK DVO erfüllt sein. Demnach muss der Reisende entweder vorübergehend in die EU einreisen und darf in der EU nicht seinen Wohnsitz haben, oder muss, wenn er seinen Wohnsitz in der EU hat, von einem vorübergehenden Aufenthalt im Ausland zurückkehren.