Zolllager mit Porath Customs Agents im Import und im Transit nutzen


Das Zolllagerverfahren ermöglicht die Lagerung von Waren an bestimmten zugelassenen Orten oder Lagereinrichtungen auf unbegrenzte Zeit. Ware in einem Zolllager unterliegt keinen Einfuhrabgaben und handelspolitischen Maßnahmen. Das Zolllagerverfahren bietet bei der Einfuhr folgende Vorteile:

  • Ware wird erst nach Beendigung der Vorratshaltung verzollt.
  • Ware wird bis zur Überführung in ein anderes Nichterhebungsverfahren unverzollt gelagert.

Im Transit bietet das Zolllagerverfahren die Möglichkeit, dass Waren, die nicht aus der EU stammen (sogenannte Nichtunionswaren) und für die Wiederausfuhr vorgesehen sind, in einem Zolllager zwischengelagert werden. Das hat den Vorteil, dass auf die Waren keine Einfuhrabgaben erhoben werden.

Porath Customs Agents bietet Ihnen dabei folgende Leistungen:

  • Unterstützung bei der Auswahl des passenden Lagertyps.
  • Unterstützung bei der Bewilligung des Zolllagers.
  • Gemeinsame Erarbeitung der Prozesse und Abläufe.
  • Vollständige Verwaltung Ihres Zollagers im Outsourcing.
  • Unterstützung bei Zollprüfungen und Inventuren.

Das Zolllagerverfahren

Bevor Sie Waren in einem Zolllager verwahren können, muss die Zollbehörde dafür eine Bewilligung erteilen. Die Beantragung ist ein komplexer Prozess, bei dem folgende Punkte zu erfüllen sind:

  • Persönliche Voraussetzungen: Der Antragsteller muss seinen Sitz in der Europäischen Union haben, die vorgeschriebenen kaufmännischen Bücher führen und organisatorisch in der Lage sein, den jeweiligen Lagertyp verwalten zu können. Er darf in der Vergangenheit keine schweren oder wiederholten Verstöße gegen Zollvorschriften begangen haben.
  • Sachliche Voraussetzungen: Es muss eine zolltechnische Durchführbarkeit gegeben sein, also dürfen in dem Zolllager keine Gemeinschaftswaren und Nichtgemeinschaftswaren zusammen gelagert werden.
  • Wirtschaftliche Voraussetzungen: Es muss die wirtschaftliche Notwendigkeit für die Lagerung in einem Zolllager vorhanden sein. Dazu gehören Wiederausfuhr, eine Lagerdauer von über 30 Tagen oder notwendige Lagerung in Folge von handelspolitischen Maßnahmen.
  • Verhältnismäßigkeit des Verwaltungsaufwands durch die Zollbehörden.
  • Kein Einzelhandelsverkauf: Zolllagerflächen dürfen nicht als Verkaufsräume oder Präsentationsräume von Waren genutzt werden.

Das Zolllager: die praktischen Aspekte

Nach der Erfassung durch die Zollbehörde müssen zur Einfuhr bestimmte Waren für das Zolllagerverfahren elektronisch über ATLAS angemeldet werden. Nach erteilter Bewilligung ist dies auch im vereinfachten Verfahren möglich. Die Waren müssen nach der Anmeldung zum Zolllager unverzüglich in den für das Zolllager vorgesehenen Aufbewahrungsort gebracht werden. Nur bei Waren mit erhöhtem Abgaberisiko (zum Beispiel Zigaretten) ist dabei eine zusätzliche Sicherheitsleistung erforderlich.
Die Lagertypen werden mit einem Buchstaben gekennzeichnet und unterscheiden sich hauptsächlich darin, in wessen Verantwortung sie geführt werden und wer dort Waren einlagern kann. A, B und F sind öffentliche, C, D und E private Lager.

Die Lagerung ist zeitlich unbegrenzt möglich, muss mit einer ordnungsgemäßen Buchhaltung dokumentiert und einer regelmäßigen Inventur unterzogen werden. Waren im Zolllager dürfen nicht bearbeitet, verarbeitet oder repariert werden.

Die Beendigung des Zolllagerverfahrens erfolgt mit der Überführung der Waren in den zollrechtlich freien Verkehr nach der entsprechenden Zollanmeldung. Gleichermaßen kann das Zolllagerverfahren durch eine Wiederausfuhr beendet werden.