Outsourcing der Sanktionslistenprüfung


Die Rechtsvorschriften der Europäischen Union (EU) zur Bekämpfung des Terrorismus wie auch die von der EU beschlossenen länderabhängigen Embargos enthalten Sanktionslisten mit namentlich aufgeführten Personen, Vereinigungen, Organisationen und Unternehmen, deren Vermögen eingefroren wird und denen durch andere Wirtschaftsteilnehmer keinerlei wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden dürfen. Alle am Wirtschaftsverkehr in der EU teilnehmenden Personen sind gesetzlich verpflichtet, für die Einhaltung dieses sogenannten Bereitstellungsverbotes Sorge zu tragen. Verstöße gegen dieses Verbot werden – bei vorsätzlicher Begehung – mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren und bei fahrlässiger Begehung mit einer Bußgeldandrohung von bis zu 500.000 EUR sanktioniert. Daneben drohen Reputations- und Folgeschäden, etwa der Entzug von Bewilligungen und Vereinfachungen sowie ggf. Schadensersatzansprüche von Lieferanten oder anderen Geschäftspartnern. Entsprechende Sanktionslisten mit einer hohen Strafbewehrung für Verstöße existieren auch in den USA und Japan.

Die vor Aufnahme des Geschäftskontakts zu überprüfenden Namen und Adressen sind in den Anhängen der unterschiedlichen Verordnungen als so genannte Sanktionslisten aufgeführt. Ständig aktualisierte Listen und Unklarheiten bei den Formulierungen haben dabei einen großen Spielraum für Interpretationen zur Folge und führen bei vielen Unternehmen u.a. bei der Frage, wie oft und wie Geschäftskontakte geprüft werden müssen, zu einer großen Rechtsunsicherheit. Die Experten bei Porath Customs Agents wissen genau, worauf es bei der Sanktionslistenprüfung ankommt und übernehmen diese wichtige Aufgabe nach einem fest definierten Prüfpfad im Outsourcing für Sie. Das erspart Ihnen Zeit und Ressourcen und verhindert unnötige Strafen aufgrund nachlässiger Handhabung.

Die wichtigsten Punkte bei der Sanktionslistenprüfung

Es gibt eine Reihe von Sanktionslisten, die bei der Warenausfuhr geprüft werden sollten oder müssen. Während die Verordnungen der EU für Unternehmen in Europa direkt geltendes Recht sind, sind die Sanktionslisten der USA nicht grundsätzlich bindend. Eine Prüfung ist aber in jedem Fall ratsam, sofern Ihr Unternehmen direkte oder indirekte Handelsbeziehungen mit den USA nicht gefährden will. Informationen darüber, welche Listen wichtig sind, finden Sie in unserem Merkblatt, das Sie hier herunterladen können.
Geprüft werden sollten der vollständige Name und die Adresse des Geschäftspartners sowie des Endverwenders. Dabei müssen unterschiedliche Schreibweisen berücksichtigt werden. Manchmal fehlen in den Listen Adressdaten. Auch das sollte bei der Recherche berücksichtigt werden.
Der Prüfpfad muss genau dokumentiert werden und Informationen über nicht nachprüfbare Übereinstimmungen und Begründungen für Ausschlüsse enthalten.

Sanktionslistenprüfung und Mitarbeiter-Screening im Outsourcing

Porath Customs Agents kann die Sanktionslistenprüfung im Outsourcing für Ihr Unternehmen übernehmen. Wir führen diese nach mit Ihnen vereinbarten Kriterien durch und setzen dabei unsere moderne Software ein, da eine manuelle Prüfung der verschiedenen Sanktionslisten nahezu unmöglich und sehr fehleranfällig ist.

Um als Unternehmen in Deutschland eine Bewilligung als AEO F (Authorised Economic Operator – Full) zu erhalten, ist unter anderem ein Mitarbeiter-Screening zwingend erforderlich. Personen, die in sicherheitsrelevanten Bereichen arbeiten, müssen ebenfalls überprüft werden. Diese Prüfung gemäß den Sanktionslisten der EG-Verordnungen Nrn. 2580/2001 und 881/2002 („Terrorlisten“) kann Porath Customs Agents ebenfalls für Ihr Unternehmen im Outsourcing übernehmen.