Lieferantenerklärungen: Richtig ausgestellt und richtig geprüft


Porath Customs Agents berät Sie bei der korrekten Erstellung oder Prüfung von Lieferantenerklärungen. Mit unserer Hilfe vermeiden Sie gängige Fehler und optimieren die Abläufe bei der Zollabfertigung Ihrer Waren.

Wofür ist die Lieferantenerklärung erforderlich?

Lieferantenerklärungen dienen dem Nachweis des präferenzrechtlichen Ursprungs einer Ware. Sie sind immer dann erforderlich, wenn zwischen Ländern Präferenzabkommen ausgehandelt wurden. Um die in den Präferenzabkommen ausgehandelten Zollsätze in Anspruch nehmen zu können, ist ein Antrag auf einen Ursprungsnachweis (Warenverkehrsbescheinigung EUR.1, EUR-MED) bei der Zollstelle notwendig. Für diesen ist wiederum eine Lieferantenerklärung erforderlich, um die Präferenzursprungseigenschaft zu belegen. Die Angaben in den Präferenzabkommen beschreiben genau, wie eine Ware hergestellt, be- oder verarbeitet werden darf, um präferenziell begünstigt zu werden.

Die Ausstellung einer Lieferantenerklärung erfolgt ohne amtliche Mitwirkung. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, mit den einschlägigen Rechtsnormen vertraut zu sein, um als Lieferant keine Lieferantenerklärungen zu Unrecht auszustellen bzw. als Empfänger fehlerhaft ausgestellte Lieferanterklärungen zu erkennen.

Porath Customs Agents ist mit den Formalien rund um die Lieferantenerklärung bestens vertraut. Unsere Experten beraten Sie umfassend, damit Sie von Beginn an auf der sicheren Seite sind und unnötige steuer-, zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen durch zu Unrecht ausgestellte Dokumente vermeiden.

Die häufigsten Fehler beim Erstellen einer Lieferantenerklärung

Obwohl der Text einer Lieferantenerklärung vorgegeben ist und die zu ergänzenden Daten knapp gehalten sind, können sich beim Ausfüllen leicht Fehler einschleichen, die weitreichende Folgen nach sich ziehen können – etwa Schadenersatzforderungen durch den Kunden, Imageverlust und den Entzug von Bewilligungen. Porath Customs Agents hat die häufigsten Fehler identifiziert und steht Ihnen beratend zur Seite.

  • Falscher HS-Code: Der HS-Code ist die Tarifnummer des Harmonisierten Systems. Zahlreiche Präferenzabkommen sind bereits vor vielen Jahren geschlossen worden. Deshalb sind Änderungen der Tarifnummern möglich. Oder Waren wurden in abweichende Tarifnummern eingereiht. Das kann zu falschen Kriterien bei der Ermittlung der Präferenzberechtigung führen.
  • Falsche Wertermittlung: Bei der Ermittlung der Ursprungseigenschaft sind häufig auch Wertkriterien relevant. Durch sie wird festgelegt, wie hoch der Anteil an Nichtursprungswaren im Verhältnis zum Ab–reis sein darf. Preisveränderungen wie Rabatte können diese Wertgrenzen beeinflussen und die Präferenzkalkulation verfälschen.
  • Kein Nachweis über den Ursprung zugelieferter Waren: Dieser Nachweis ist für Händler zwingend erforderlich. Produzierende Betriebe können hingegen darauf verzichten, wenn der Gesamtanteil an verwendeten Nichtursprungswaren einen bestimmten Wert nicht überschreitet.
  • Fehlende oder falsche Ortsangabe: In der Lieferantenerklärung muss angegeben werden, in welches Land die Ware weiterexportiert werden soll. Fehlt diese Angabe, darf kein Präferenznachweis erstellt werden.
  • Hinzufügen von Ausschlussklauseln: Der Wortlaut einer Lieferantenerklärung ist vorgeschrieben. Änderungen oder Zusätze sind nicht erlaubt und machen eine Lieferantenerklärung ungültig.
  • Mangelnde Kommunikation: Der Informationsfluss zwischen den einzelnen Abteilungen des Unternehmens sowie zum Handelspartner muss verlässlich funktionieren.

Lesen Sie nähere Details hierzu auch in unserer aktuellen Ressource Lieferantenerklärung – häufige Fehler vermeiden