Inkrafttreten der EU-Holzhandelsverordnung


Die EU hat mit der Verordnung (EU) Nr. 995/2010 vom 20. Oktober 2010 die Verpflichtung übernommen, den illegalen Holzabbau durch Kontrolle aller Holz-Importe einzudämmen. Die Verordnung ist seit dem 03. März 2013 in Kraft und betrifft alle Importeure von Waren dieser Art. Demnach ist ab sofort das Inverkehrbringen von Holz oder Holzerzeugnissen aus illegalem Einschlag verboten.

Betroffene Marktteilnehmer haben fortan Sorge dafür zu tragen, dass ihren Holzprodukten notwendige Informationen beiliegen, die darauf schließen lassen, dass das Produkt nicht aus illegalem Einschlag stammt. Zu diesen Informationen gehören genaue Angaben über Art des Holzes, Name der betroffenen Bäume, des Landes des Holzeinschlags sowie Angaben zur Konzession des Lieferanten.

Die Bundesfinanzdirektion Südost teilt auf entsprechende Nachfrage mit, dass für eine Einfuhr grundsätzlich keine weiteren Dokumente nach der Holzhandelsverordnung erforderlich sind. Eine Ausnahme gilt, wenn die Einfuhr der Erzeugnisse aus den Staaten stammt, mit denen das FLEGT-Abkommen zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags geschlossen wurde. Im Rahmen dieses Abkommens haben sich die Partnerländer dazu verpflichtet, ein internes Kontrollsystem einzurichten. Dieses System ist noch nicht in allen Partnerländern betriebsbereit.

Soweit das FLEGT-Genehmigungssystem in den teilnehmenden Staaten installiert ist, ist bei der Überführung zum freien Verkehr eine FLEGT-Genehmigung erforderlich. Die zuständige Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung informiert, dass die ersten FLEGT-Genehmigungen voraussichtlich im Laufe des Jahres 2013 bei Einfuhren aus den Ländern Ghana und Indonesien vorzulegen sind.