Hinweise zum Wechsel des ATLAS Release 8.4/AES 2.1


1. Der ATLAS-Releasewechsel ist verbunden mit dem Verfahren der so genannten weichen Migration. Das bedeutet, dass die Teilnehmer bis zum Ende der weichen Migration bzw. zur Umstellung ihrer Zollsysteme auf das ATLAS-Release 8.4/AES 2.1 Nachrichten im Format des Release ATLAS 8.3/AES 2.0 unter Verwendung ihrer Zollnummer übermitteln können. Die Nachrichten können nur verarbeitet werden, wenn zur Zollnummer eine EORI-Nummer in den Beteiligtenstammdaten beim IWM Zoll hinterlegt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Nachricht an der Teilnehmerschnittstelle abgewiesen.

2. Die EORI-Nummer ist vom Beteiligten rechtzeitig vor der Aufnahme von Tätigkeiten, die unter das Zollrecht fallen, zu beantragen. Die Vergabe von Ad-hoc-Nummern für die Abwicklung einer unmittelbar anstehenden Abfertigung erfolgt nicht. Die Wirtschaftsbeteiligten, die noch nicht über eine EORI-Nummer verfügen, können eine Zollanmeldung nur mit den Namens- und Adressangaben abgeben, wenn gleichzeitig eine Kopie des beim IWM Zoll eingereichten Vordruckes 0870 vorgelegt wird (Artikel 4l Abs. 1 Satz 3 ZK-DVO). Der Nachweis für die Beantragung kann z.B. in Form eines Sendeberichtes des Faxgerätes geführt werden. Sofern ein Wirtschaftsbeteiligter bei Abgabe einer Zollanmeldung über keine EORI-Nummer verfügt und diese auch nicht im Rahmen der Abfertigung beim IWM Zoll beantragt, ist die Zollanmeldung nicht anzunehmen (Art. 63 i. V. m. Art. 62 Abs. 1 ZK).

3. Wenn ein Beteiligter nachweislich über eine ausländische EORI-Nummer und eine seinem ausländischen Hauptsitz zugeordnete Zollnummer verfügt, die beiden Nummern jedoch bisher nicht durch das IWM Zoll miteinander verknüpft wurden, ist dem Beteiligten nahezulegen, schnellstmöglich beim IWM Zoll die Verknüpfung seiner ausländischen EORI-Nummer mit der Zollnummer zu beantragen (z.B. formlos per E-Mail). Dies gewährleistet die Überbrückung der Umstellungsphase von Nachrichten im Format des Releases ATLAS 8.3/AES 2.0 auf die Version ATLAS 8.4/AES 2.1. Für die Nutzung mit der Zollnummer verbundener ATLAS-Bewilligungen oder Konten für den Zahlungsaufschub ist die Verknüpfung der ausländischen EORI-Nummer mit der Zollnummer unerlässlich.

Wenn ein Beteiligter nachweislich über eine ausländische EORI-Nummer und mehrere seinem ausländischen Hauptsitz zugeordnete Zollnummern verfügt, ist eine Verknüpfung der verschiedenen Zollnummern unter der einen ausländischen EORI-Nummer systemseitig nicht möglich. In diesen Fällen muss der Beteiligte auch zur Überbrückung der Umstellungsphase von Nachrichten im Format des Releases ATLAS 8.3/AES 2.0 auf die Version ATLAS 8.4/AES 2.1 zu jeder seiner Zollnummern eine deutsche EORI-Nummer mittels Vordruck 0870 beantragen.

Sofern ein ausländischer EORI-Nummerninhaber über keine Zollnummer verfügt, kann er, zur Überbrückung der Umstellungsphase von Nachrichten im Format des Releases ATLAS 8.3/AES 2.0 auf die Version ATLAS 8.4/AES 2.1, Zollanmeldungen abgeben unter Angabe der Namens- und Adressdaten und seiner ausländischen EORI-Nummer in einem Freitextfeld.

Diese Teilnehmerinformation ist über www.zoll.de im Original abrufbar.