Gelangensbestätigung: DSLV veröffentlicht Argumentationspapier für Speditions- und Logistikunternehmen


Die Realität ignorierend oder verkennend üben die Verlader zunehmend Druck auf ihre Dienstleister aus, indem sie eine Versicherung des Spediteurs verlangen, die Gelangensbestätigung einzuholen und aufzubewahren. Der DSLV rät nach wie vor allen Speditions- und Logistikunternehmen dringend davon ab, eine solche Verpflichtung einzugehen, da dies weder in ihrem Einflussbereich noch in ihrem Pflichtenkreis liegt.

Der DSLV hat in einem Positionspapier Argumente zusammengestellt, mit denen die Verpflichtung zur Beschaffung und Aufbewahrung der Gelangensbestätigung abgelehnt werden sollte.

Zum 1. Januar 2012 sind Änderungen der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV) in Kraft getreten, mit denen unter anderem die Nachweismöglichkeit innergemeinschaftlicher Lieferungen auf die sogenannte Gelangensbestätigung beschränkt wird. Die Gelangensbestätigung soll künftig einzig gültiger Nachweis für Umsatzsteuerzwecke sein und muss die Unterschrift des Abnehmers enthalten. Aufgrund massiver Proteste der Wirtschaftsverbände, unter anderem dem Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV), hat das Bundesfinanzministerium (BMF) die ursprünglich 3-monatige Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2012 verlängert.

Das BMF hat angekündigt, ca. Mitte März ein Schreiben zur Umsetzung der Neuregelungen vorzulegen. In dem BMF-Schreiben sollen Alternativnachweise in bestimmten Fallkonstellationen zugelassen werden sowie auf die Unterschrift des Abnehmers beispielsweise bei elektronischer Übermittlung der Gelangensbestätigung verzichtet werden. Diese Ausnahmen wären in der Praxis sicherlich hilfreich, verstoßen aber gegen den eindeutigen Wortlaut des Gesetzes.

Daher wird sich der DSLV gemeinsam mit den anderen Wirtschaftsverbänden weiterhin dafür einsetzen, dass die Gelangensbestätigung wieder abgeschafft wird, bevor sie überhaupt zur Anwendung kommt. Hilfestellung hat kürzlich das Bundeswirtschaftsministerium geleis-tet, indem es das Bundesfinanzministerium zur Rücknahme der Regelung aufgefordert hat, da sie vor allem für mittelständische Unternehmen ein erhebliches Problem darstelle; sie sei mit dem Ziel der Bundesregierung unvereinbar, bürokratische Lasten abzubauen.

Massiv betroffen ist die deutsche Speditions- und Logistikbranche, da die Verlader zurzeit versuchen, die Pflicht zur Beschaffung und Aufbewahrung der Gelangensbestätigung auf ihre Dienstleister abwälzen.

Die Realität ignorierend oder verkennend üben die Verlader zunehmend Druck aus, indem sie eine Versicherung des Spediteurs verlangen, die Gelangensbestätigung einzuholen und aufzubewahren. Der DSLV rät nach wie vor allen Speditions- und Logistikunternehmen dringend davon ab, eine solche Verpflichtung einzugehen, da dies weder in ihrem Einflussbereich noch in ihrem Pflichtenkreis liegt.

In der Anlage gibt der DSLV seinen Mitgliedsunternehmen Argumente an die Hand, mit denen die Verpflichtung zur Beschaffung und Aufbewahrung der Gelangensbestätigung abgelehnt werden sollte, beginnend mit einem einfachen Beispiel.

8er-DSLV-USt-Gelangensbestaetigung 12-0