Gegenseitige Anerkennung von AEO und CTPAT Teilnehmern vereinbart


In einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 4. Mai 2012 wird bekanntgegeben, das die USA und die Europäische Kommission die gegenseitige Anerkennung ihrer “vertrauenswürdigen Wirtschaftsbeteiligten” vereinbart haben. Laut der Pressemitteilung dürfen sich die Firmen bei ihren Geschäften mit den USA auf “geringere Kosten, vereinfachte Verfahren sowie eine größere Vorhersehbarkeit” freuen.

AEOs werden bei der Ausfuhr in den US-Markt, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, Vergünstigungen gewährt. Im Gegenzug gelten für CTPAT-zertifizierte Mitglieder der US-Zollbehörden “günstige Bedingungen bei der Einfuhr in die EU”.

Da es für AEOs in der EU bislang keine nennenswerten Vorteile gibt, und die Pressemitteilung hierzu keine Details hergibt, bleibt abzuwarten wie diese in der Praxis aussehen sollen. Die Erwartungen tendieren weiterhin eher dahin, dass AEOs zukünftig keine weiteren Handelshemmnisse zu erwarten haben – jedoch keine konkreten Erleichterungen.
In der Entwicklung des Europäischen Zollrechts gibt es allerdings die Tendenz, das viele Vereinfachungen zukünftig von der Erfüllung der Kriterien, die für einen AEO vorgeschrieben sind, abhängig gemacht werden, und dadurch ein faktischer Zwang geschaffen wird den AEO zu beantragen.

Europaweit gibt es bislang mehr als 5000 Unternehmen, die als AEO anerkannt sind – die meisten davon in Deutschland.
Porath Customs Agents gehört seit 2008 mit zu den ersten Firmen, denen in der EU der Status AEO-F erteilt wurde.

Link zur vollständigen Pressemitteilung: http://europa.eu

Seminarempfehlungen der Hamburger Zollakademie zum Thema AEO: