Gegenseitige Anerkennung des AEO: Änderungen bei der E- und ASumA (ENS) ab 1. Dezember 2014


Die Europäische Kommission hat in den letzten Jahren mit vielen Drittländern über die gegenseitige Anerkennung von Sicherheitsprogrammen verhandelt, die auf dem SAFE Framework (Framework of Standards to Secure and Facilitate Global Trade) beruhen. In Europa wurden die Anforderungen der Weltzollorganisation in Form des AEO (Authorized Economic Operator) umgesetzt. Eine gegenseitige Anerkennung des AEO wurde zwischenzeitlich mit den Ländern Schweiz, Norwegen, Japan und den USA umgesetzt. Mit China steht die EU seit längerer Zeit in Verhandlungen. Der Status des AEO soll sich positiv auf die Risikoanalyse des Zolls bei der Summarischen Ein- und Ausgangsmeldung auswirken.

Mit der am 26. Februar veröffentlichten VO 174/2014 informiert die Kommission über eine Änderung bei den Summarischen Ein- und Ausgangsmeldungen, die ab dem 1. Dezember 2014 in Kraft treten wird.

Da die Risikoanalyse zum großen Teil automatisiert erfolgt, ist es für die Risikobewertung notwendig die relevanten Daten schon in der ENS (Vorabanmeldung; ESumA bzw. ASumA) zu übermitteln.

Die wichtigsten Änderungen im kurzen Überblick (Details finden sich im Anhang zur Verordnung 174/2014):

  • Summarische Ausgangsmeldungen◦Die Kennnummer des Versenders muss angegeben werden
    • Der Versender wird als die Person definiert, die vom Auftraggeber als Versender im Frachtvertrag angegeben wird
    • Der Empfänger ist derjenige, dem die Waren tatsächlich geliefert werden
    • Bei Verwendung einer EORI Nummer müssen Name und Anschrift nicht angegeben werden
    • Besonderheiten zur Angabe des Empfängers gelten bei “to order” Konnossementen
  • Summarische Eingangsmeldungen
    • Die Kennnummer des Versenders muss angegeben werden
    • Bei Verwendung einer EORI Nummer oder der eindeutigen Kennnummer aus dem Drittland müssen Name und Anschrift nicht angegeben werden
    • Angabe des Beförderers entfällt, sofern dieser identisch mit der Person ist, welche die ESumA abgibt
    • Meldeanschrift: die “notify” Adresse ist “je nach Fall” anzugeben. Auch hier ist keine Adresse erforderlich, sofern die EORI angemeldet wird.

Für einen Versender aus den USA kann dann die entsprechende CTPAT-Kennnummer in der ESumA übermittelt werden, damit dies zu einer geringeren Risikobewertung führt. Voraussetzung ist immer, dass die Kennnummer der EU Kommission vom jeweiligen Drittland auch entsprechend mitgeteilt wurde.

Damit die drittländischen Nummern von ATLAS auch verarbeitet werden, ist die Angabe in Form einer MRA-Nummer (MRA=Mutual Recognition Agreement) erforderlich. Weiterführende Informationen hierzu erhalten Sie in dem diesem Artikel auf zoll.de.