Freihandelsabkommen zwischen EU und Vietnam geplant


Seit dem 1. Juli 2011 besteht bereits das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Südkorea. Neben dem Vorteil der überwiegenden Abschaffung von Zöllen auf Ursprungswaren der beteiligten Parteien, eröffnete das Abkommen durch den grundlegenden Abbau von Handelshemmnissen auch neue Möglichkeiten für Unternehmen. Das Abkommen wird u.a. durch die deutsche Automobilindustrie kritisiert, da südkoreanische Hersteller seitdem die Möglichkeit haben, ihre ohnehin schon günstigeren Produkte noch günstiger auf dem europäischen Markt anzubieten. Auf PKW besteht sonst ein Drittlandszoll von 10%.
Mehr Informationen zum Freihandelsabkommen mit Südkorea erhalten Sie hier.

Die Europäische Kommission erhielt am 31. Mai 2012 das Mandat, Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen mit Vietnam aufzunehmen. Um herauszufinden, welche Schwerpunkte die Wirtschaft bei einem Freihandelsabkommen mit Vietnam hat, und welche Probleme gesehen werden, hat die Kommission für die öffentliche Konsultation, die bis zum 17. August andauert, einen Fragebogen entwickelt, der ihr helfen soll Prioritäten richtig zu setzen, und im Laufe der Verhandlungen Entscheidungen möglichst richtig zu treffen.
Der Fragebogen wurde in die folgenden Abschnitte unterteilt:

  • Handel mit Waren (z.B. Ursprungsregeln, Importrestriktionen, Zugang zu Rohstoffen, Import- und Exportverfahren, Regulierungen, Handelsschutzinstrumente)
  • Handel mit Dienstleistungen und Investitionen
  • Regulierung (Geistige Eigentumsrechte, Wettbewerb, Öffentliches Beschaffungswesen)
  • Sonstiges

Den Fragebogen finden Sie auf der Internetseite der Generaldirektion Zoll und Steuern der Europäischen Kommission TAXUD.