EU verhängt Einfuhrverbot für lebende und gekühlte Muscheln aus der Türkei


Mit der Verordnung (EU) 743/2013 hat die Europäische Union heute ein Einfuhrverbot für lebende und gekühlte Muscheln aus der Türkei verhängt. Für gefrorene und verarbeitete Muscheln wurden umfangreiche Tests angeordnet, um die Einfuhrfähigkeit sicherzustellen. Die Verordnung tritt am 4. August 2013 in Kraft, und gilt für 1 Jahr bis zum 4. August 2014.


Dem Einfuhrverbot ging eine Untersuchung der Europäischen Kommission voraus, bei dem die amtlichen Kontrollen der Produktion von Muscheln und Fischereierzeugnissen überprüft wurden. Bei der Überprüfung wurden Mängel in der Durchführung der amtlichen Kontrollen in der Türkei, insbesondere bei den Analysen der amtlichen Laboratorien, festgestellt. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde ein Einfuhrverbot für gekühlte und lebende Muscheln verhängt. Weniger restriktive Maßnahmen kamen nicht in Betracht, da der Untersuchungszeitraum in Anbetracht der Haltbarkeit von lebenden und gekühlten Muscheln zu lange dauern würde, und die Muscheln zwischenzeitlich verderben würden.


Tiefgefrorene und verarbeitete Muscheln müssen an den Grenzkontrollstellen / Eingangszollstellen in die EU Tests unterzogen werden, und bleiben bis zum Vorliegen des Ergebnisses unter der Kontrolle der zuständigen Behörden. Ware bei denen ein negatives Testergebnis die Einfuhr in die EU verbietet, werden umgehend durch die zuständigen Behörden beschlagnahmt und vernichtet. Die Kosten hierfür trägt der Unternehmer, der zu diesem Zeitpunkt für die Sendung verantwortlich ist.