EU ergreift Schutzmaßnahmen gegen die Einschleppung von Motschulsky


Mit den Durchführungsbeschluss (EU) 2015/893 vom 9. Juni 2015 (Abl. Nr. L 146/16 vom 11. Juni 2015) hat die Kommission Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Motschulsky (Anoplophora glabripennis) ergriffen. In den letzten Jahren gab es immer wieder Ausbrüche des Schadorganismus in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten. Daher hat die Kommission nun Maßnahmen verabschiedet, die eine erhöhte Kontrolle der Einfuhr von Pflanzen, Holz und Holzverpackungsmaterial in Bezug auf Motschulsky-Befall vorsehen.

Was habe ich bei der Einfuhr von Holz aus Drittländern zu beachten?

Der Durchführungsbeschluss sieht insbesondere vor, dass bestimmte Pflanzen und bestimmtes Holz aus Drittländern, in denen der Schadorganismus bekanntermaßen vorkommt, nur eingeführt werden darf, wenn sie die besonderen Bedingungen für die Einfuhr erfüllen, die im Anhang II des Beschlusses aufgeführt sind. Darin wird auf die Notwendigkeit der Vorlage eines Zeugnisses hingewiesen, welches Angaben zum Ursprungsgebiet und dessen Schadorganismenfreiheit enthalten muss. Die in dem Beschluss bezeichneten Pflanzen müssen vor ihrer Ausfuhr in die EU amtlich auf Motschulsky-Befall untersucht werden. Den nationalen Pflanzenschutzorganisationen werden dafür konkrete Vorgaben zur Probenentnahme gemacht, insbesondere wenn die Pflanzen aus Gebieten stammen, in denen es Anzeichen auf Motschulsky-Befall gab. Nach ihrer Einfuhr in das Zollgebiet der Union sollen die Pflanzen und das Holz beim Eingangs- oder Bestimmungsort einer gründlichen amtlichen Untersuchung durch die nationalen Behörden der Mitgliedstaaten unterzogen werden.

Welche Holzarten sind von den Schutzmaßnahmen betroffen?

Der Durchführungsbeschluss listet die Tarifnummern der betroffenen Waren auf. Grundsätzlich bezieht sich der Beschluss auf fast alle Arten von Holz, da der bisherige wissenschaftliche Kenntnisstand keine klare Eingrenzung erlaubt. Zudem werden jene Pflanzenarten, aus denen das Holz gewonnen wird, sowie Holzverpackungsmaterial von dem Beschluss erfasst.

Was habe ich bei der Verbringung von Holz innerhalb der EU zu beachten?

Wird das Vorkommen von Motschulsky innerhalb der EU in einem Gebiet bestätigt, werden Mitgliedstaaten zur Einrichtung von abgegrenzten Gebieten angehalten. Die Verbringung von Holz aus diesen Gebieten unterliegt einer strengen Kontrolle und darf nur erfolgen, wenn das Holz oder das Holzverpackungsmaterial einer bestimmten phytosanitären Behandlung unterzogen wird. Die Verbringung von Pflanzen aus abgegrenzten Gebieten darf nur unter Vorlage eines registrierten Pflanzenpasses erfolgen.

Die Kommission verabschiedet laufend neue Maßnahmen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz. Insbesondere im Zollbereich gibt es eine Fülle von Vorschriften, die die Verbreitung von Schadorgansimen und Krankheiten verhindern sollen. Die Experten von Porath Customs Agents stellen sicher, dass Sie bei der Ein- und Ausfuhr Ihrer Waren stets die notwendigen Dokumente und Informationen bereithalten.