ATLAS Ausfuhr/AES 2.3: Änderungen beim Nachforschungsersuchen


In ihrem Rundschreiben vom 25. Februar 2015 informiert das Zentrum für Informationsverarbeitung und Informationstechnik (ZIVIT) über Änderungen des Nachforschungsersuchens (Follow Up), die sich aus der Inbetriebnahme des Release AES 2.3 (ATLAS Ausfuhr) ergeben. Die neue Version des AES wurde bereits am 28. Februar 2015 in Betrieb genommen und setzt u.a. die Änderungen im Nachforschungsersuchen um. Gem. Art. 769da Zollkodex-Durchführungsverordnung (ZK-DVO, Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 vom 2. Juli 1993, Abl. Nr. L253/1 vom 11. Oktober 1993) kann die zuständige Zollstelle vom Ausführer bzw. Anmelder Klärung über das Ergebnis einer Ausfuhr verlangen, wenn ihr innerhalb von 90 Tagen nach Überlassung der Waren zur Ausfuhr kein solches Ergebnis mitgeteilt wurde. Insbesondere kann die zuständige Zollstelle Auskunft darüber verlangen, von welcher Zollstelle an welchem Datum die Waren das Zollgebiet der Gemeinschaft verlassen haben. In ihrem Rundschreiben gibt das ZIVIT jedoch bekannt, dass weder ATLAS-Teilnehmer noch ATLAS-Beteiligte eine Verpflichtung trifft, auf Nachforschungsersuchen ihrer zuständigen Ausfuhrzollstelle zu antworten.

 

AEO profitieren bei alternativen Ausgangsbestätigungen

Die Änderungen im Release AES 2.3. betreffen aber vor allem AEO (Authorized Economic Operator). Sie profitieren von ihrem Status als besonders zuverlässige Wirtschaftsteilnehmer, indem sie einen Alternativnachweis der Ausfuhr nicht vorlegen müssen. In Fällen, in denen der Ausgang der Waren zwar erfolgte, aber aufgrund technischer Probleme eine elektronische Ausfuhrbestätigung nicht erzeugt werden konnte, erstellt die Zollstelle im Rahmen des Nachforschungsersuchens die alternative Ausgangsbestätigung automatisiert. Dies gilt für Inhaber der AEO-Zertifikate C, S oder F, die als Art der Anmeldung AM+e oder AM+f angegeben haben.

 

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